Medienmitteilung Protestaktion 03.12.2018

PRESSEMITTEILUNG
Bern 3. Dezember 2018 (Tag der Behinderten)
Protestaktion zum Thema Prothesen von Promembro
Moderne Prothesen: mehr als Holzbeine oder Haken!

Am Internationalen Tag der Menschen mit Behinderungen protestierte Promembro, der nationale Interessenverband der Prothesenträger, vor dem Bundeshaus. Promembro verteidigt den verbesserten Zugang zu Prothesen, angepasst an die Bedürfnisse der Prothesenträger und nicht nur finanziellen Kriterien folgend. Bei der Protestaktion wurden die Teilnehmenden zu Piraten mit hölzernen Beinen und Haken als Händen.

Protest Prothese Promembro kWeitere Bilder und Videos frei verwendbar unter https://photos.app.goo.gl/CtxHGCJwUDi3X4mH7
(Quelle: promembro.ch)

Die Protestaktion vom 3. Dezember wollte für die Schwierigkeiten der Prothesenträger in der Schweiz sensibilisieren und auf diese oft unbekannte Art der Behinderung aufmerksam machen.
Das Problem heisst "einfach, zweckmässig und wirtschaftlich"
Von den mit Bundesgeldern geförderten technologischen Verbesserungen der Prothesen durch die Forschung der Technischen Hochschulen können die Amputierten kaum profitieren, auch wenn dadurch die Lebensbedingungen erheblich verbessert würden. Der Grund dafür liegt in der buchstabengetreuen Auslegung der Reglemente, die besagen, dass eine Prothese oder ein anderes auf der Liste stehendes Mittel "einfach, zweckmässig und wirtschaftlich" sein muss. In der Praxis liegt der Schwerpunkt auf "wirtschaftlich". Dies verringert die Chance für Amputierte auf neue Technologien zugreifen zu können, die teurer sind als herkömmliche.
Eine Prothese ist kein Almosen
Diese Auslegung diskriminiert Menschen, die sich keine an ihre täglichen Aktivitäten angepassten Prothesen leisten können. Am stärksten diskriminiert werden ältere Menschen, die nicht mehr arbeiten und sich mit dem Minimum zufriedengeben müssen. In der Tat wird im Anwendungsgesetz erwähnt, dass eine neue Technologie eine Verbesserung der Produktivität ermöglichen muss. Die Lebensqualität steht an zweiter Stelle. Eine Prothese ist kein Almosen. Sie ist eine Investition in die Lebensqualität und die gesellschaftliche Integration der Amputierten.
65% des Nationalrats stehen zu Promembro - wo steht der Ständerat?
Um die Diskriminierung der Amputierten zu vermindern, haben die Nationalräte und Ko-Präsidenten von Promembro, Balthasar Glättli und Roger Golay, zwei Motionen eingereicht (16.3880 und 16.3881), die einen besseren Zugang zu Prothesen fordern. Diese Motionen wurden am 19. September vom Nationalrat mit 65% der Stimmen überwiesen. Der Ständerat wird sie in Frühjahrssession behandeln.

Kontakte:

Balthasar Glättli, Nationalrat und Ko-Präsident
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076 334 33 66

Roger Golay, Nationalrat und Ko-Präsident
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076 352 96 58

Nicole Tille, Generalsekretärin
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076 319 12 23

Thomas Raaflaub, Sekretär der Deutschschweiz
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078 885 40 40

News aus dem Bundeshaus

Die durch Balthasar Glättli und Roger Golay - Co-Präsidenten von Promembro und Nationalräte - eingereichten Motionen betreffend "Grössere Autonomie und bessere soziale Integration von Personen mit Behinderung ermöglichen" wurden am 19.09.2018 mit klarer Mehrheit angenommen. Dies ist ein Zwischenerfolg für Promembro.

Motionstexte  hier und hier.

Das amtliche Bulletin kann hier eingesehen werden.
 
Anbei die Resultate:

AbstimmungsresultatParteien Abstimmung

Anbei finden Sie die Reden unserer Co-Präsidenten vor dem Naitionalrat

Rede Balthasar Glättli:
«Parlamentsdienste der Bundesversammlung, Bern»

Rede Roger Golay:
«Parlamentsdienste der Bundesversammlung, Bern»

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"Medienecho Protestaktion 03.12.2018"

News

Als Piraten für Hightech-Prothesen für alle - telebaern.ch 
Mit Holzbein für moderne Prothesen - nau.ch
Demonstration für angemessenen Zugang zu Prothesen - blick.ch
 

"Pro Cap Magazin" 3/16

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