Promembro

Verein mit dem Ziel, die Interessen der Prothesenträger/innen in der Schweiz zu vertreten

Allgemeine Lage

Während die Medien nicht aufhören, die technologischen Fortschritte der Prothesen zu rühmen, muss man eine Verschlechterung der Situation der in der Schweiz SUVA- und IV-versicherten Prothesenträger/innen feststellen.
Diese Verschlechterung ist sowohl auf eine strengere Interpretation der Gesetzgebung durch die Verwaltung, sowie auf die aufeinander folgenden Änderungen der besagten Texte zurückzuführen. Hier fünf Beispiele, die  für die IV Versicherten gültig sind, für die SUVA-Versicherten ist die Lage kaum unterschiedlich oder besser.

Was sagt die Gesetzgebung?

1. Im Kreisschreiben über die Abgabe von Hilfsmitteln durch die Invalidenversicherung (KHMI ), steht geschrieben:
«Die versicherte Person hat keinen Anspruch auf die im Einzelfall bestmögliche Versorgung» (KHMI, Ziffer 1004)
Ein solcher Satz lässt den Beamten freie Hand, irgendeine Prothese abzulehnen.
Zur Erinnerung, sogar eine ultra-hoch entwickelte Prothese wird verglichen mit dem verlorenen Glied nie “optimal“ sein.

 

2. Die Leistungen an die Versicherten müssen „geeignet sein, ihre Erwerbsfähigkeit wieder herzustellen, aufrechtzuerhalten oder zu verbessern also die Fähigkeit  ihre üblichen Arbeiten zu leisten“. (IVG , Art.8)
Eine strikte Auslegung dieses Artikels (besonders den ersten Teil), schliesst die Personen über 65 Jahre aus (sogar mit erworbenem Recht). Die aktiven Personen haben Mühe das Recht auf eine weiter entwickelte Prothese geltend zu machen, wenn man die bestehende Apparatur ersetzen muss, da sie durch eine bessere Ausrüstung nicht mehr verdienen werden, bzw. nicht sofort ein höherer Erwerbsfähigkeitsgrad erreicht werden kann.

 

3. Im Jahre 2011 Abschaffung des Rechtes auf eine zweite Prothese:
Eine zweite Prothese wird nur von Fall zu Fall gewährt, und sie muss (noch) einfacher sein. (KHMI, Ziffer 2001)

 

4. Änderungen im HVI 2014: zusätzlich zu "einfach und zweckmässig" sollen die Hilfsmittel von jetzt an "wirtschaftlich" sein. (HVI , Art.2.4)
Dieser Gattungsbegriff « wirtschaftlich » schliesst den Zugang zu Neuheiten aus, da teurer als die alten Bestandteile.

 

5. Ausserdem sollten, die funktionalen Prothesen für die Füße und die Beine zurück bezahlt werden.  (HVI, Anhang 1.01)
Gestützt auf diese Verordnung, ist eine ausgearbeiteter Fertigstellung mit Farbe und/oder Kompensation der Gesässhälfte abgelehnt.

 

Die Innovationen unserer Forschungszentren werden den Versicherten nichts nutzen

Der Staat beteiligt sich an der Finanzierung der polytechnischen Schulen, die auf dem Gebiet neuer Apparaturen, zum Beispiel "Prothesen von morgen" forschen. Andererseits, stützen sich die IV und die SUVA auf Rechtsgrundlagen, die erlauben, den Zugang zu den heutigen Technologien zu verhindern.
Angesichts der immer höheren Kosten, welche die Versicherungen bewältigen müssen, ist es normal, dass die Leistungen nicht nach der Technik der Gießkanne verteilt werden. Jedoch, wenn die Wirtschaftsexperten über Geld sprechen, indem sie die Ausgaben reduzieren, werden für die Prothesenträger ihre Autonomie, ihre Sicherheit und ihre Lebensqualität in hohem Maße beeinträchtigt.  .
Aus gesellschaftlicher Sicht, profitiert bereits die grösste Anzahl der Prothesenträger von den  neuen Technologien. Die Wirklichkeit ist ganz anders, in der Regel werden die Prothesenträger als Profiteure angesehen, wenn sie für ihren Fall und Bedürfnissen eine spezifisch entsprechende  Ausrüstung nach den neuen technologischen Fortschritten  verlangen.
Niemand lässt sich ein Glied amputieren oder kommt zur Welt mit einer angeborenen Missbildung, um vom System zu profitieren!
Einige Versicherte schaffen es, sich moderne Prothesen finanzieren zu lassen, wenn sie die nötigen Mittel haben, um auf rechtliche und/oder medizinische Unterstützung zurückzugreifen. Jenen, deren Kraft (psychisch, physisch und finanziell), begrenzt ist, werden die Leistungen, durch Beamte, die nur das Gesetz (sic) anwenden, abgelehnt ohne Rücksicht auf die spezifische Lage jedes Falles.

Warum eine neue Vereinigung?

Die Institutionen wie Procap oder Pro Infirmis sind zu breitspurig, um sich auf die Minderheit der Prothesenträger konzentrieren zu können.
Deshalb muss eine Vereinigung von Prothesenträgern gegründet werden, um die Stimme ihrer Mitglieder sowohl bei der Bevölkerung  - als auch bei den politischen Instanzen und Behörden hören zu lassen.
Es geht nicht darum, einen Behindertenklub zu schaffen, der um eine Unterhaltungsaktivität versammelt ist, noch sich darauf zu beschränken, den Zugang zu den elektronischen Knieen zu unterstützen, aber eine Lobby, ein Schweizer Netz zu schaffen, das auf den Schutz der Interessen der gesamten Prothesenträger spezialisiert ist (Jugendliche und weniger Junge , Sportler oder nicht, Aktive  oder Rentner, krank oder gesund).

Welches sind die Ziele der Vereinigung?

  1.  Die Bevölkerung über die Wirklichkeit der Prothesenträger /innen informieren.
  2. Die Interessen der Prothesenträger/innen von unteren oder/und  oberen Gliedmaßen in der Schweiz vertreten.
  3. Ein Netz natürlicher und juristischer Personen zu schaffen und zu pflegen, die an den Interessen  der Prothesenträger/innen  interessiert  sind.
  4. Die gegenseitige  Unterstützung und den Erfahrungsaustausch zwischen den Mitgliedern zu fördern.
  5. Alle anderen Aktionen, die die Verbesserung der Lebensqualität der Prothesenträger/innen  anstreben.

 

Welche Unterstützungen kann die Vereinigung gewähren?

  • Die Verpflichtung des Vorstandes, auf  politischer  und Volksebene  auf unser Ziel zu sensibilisieren.
  • Der Zugang zu einer Spezialisten Plattform, die im Netz aufgebaut wird.
  • Rechtskonsultationen, was die Prothesen betrifft (zu bestimmen).
  • Informationen betreffend die letzten Gesetz- und Rechtsvorschriften über dieses Thema (Webseite www.promembro.ch, Newsletter, usw.).

Wie kann man die Promembro-Vereinigung unterstützen?

Um die Aktion der Vereinigung  zu legitimieren ist es notwendig, eine große Anzahl von Mitgliedern zusammen zu bringen, die im engeren oder weiteren Sinne von dieser Zielsetzung berührt werden.
Um der Vereinigung, welche Rechte der Prothesenträger/innen  wahrt beizutreten, tragen Sie sich ein, indem Sie auf „Anmeldung“ drücken!

 

 


1.      Im Kreisschreiben über die Abgabe von Hilfsmitteln durch die Invalidenversicherung (KHMI[1]), steht geschrieben:

 « Die versicherte Person hat keinen Anspruch auf die im Einzelfall bestmögliche Versorgung» (KHMI, Ziffer 1004)

     Ein solcher Satz lässt den Beamten freie Hand, irgendeine Prothese abzulehnen.

     Zur Erinnerung, sogar eine ultra-hoch entwickelte Prothese wird verglichen mit dem verlorenen Glied nie “optimal“ sein.



[1]Kreisschreiben über die Abgabe von Hilfsmitteln durch die Invalidenversicherung

Fragebogen über die Erfassung der unterschiedlichen Entscheidungen der Sozialversicherungen

Um das Ausmaß der Schwierigkeiten besser zu verstehen, die Amputierte in der Schweiz hinsichtlich des Zugangs zur Versorgung mit Hilfsmitteln haben, hat Promembro einen Fragebogen entwickelt, um die Entscheidungen der Sozialversicherungen zur Zuweisung dieser Hilfsmittel zu erfassen.

Dieser Fragebogen ist für Bein- oder Arm-Prothesenträger bestimmt, egal, ob sie Mitglied unseres Vereins sind oder nicht. Das Wichtigste ist, einen breiten und objektiven Eindruck des Ausmaßes dieses Problems zu bekommen. Sie können diesen Fragebogen gerne weiterverbreiten.

Die 25 Minuten, die Sie für die Beantwortung der Fragen investieren, helfen uns konkret bei unserer Aktion zur Veränderung dieses Zustandes. Vielen Dank im Voraus für das Ausfüllen des Online-Fragebogens bis zum 31. Januar 2017.

Zum Fragebogen

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